Australien bietet Unmengen an Tauchspots an. Zudem befinden sich in Australien viele deutschsprachige Tauchbasen, bei denen Sie unter anderem als Tauchanfänger die Möglichkeit haben, verschiedene Tauchscheine zu machen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die beliebtesten Tauchspots Australiens vor, welche in jedem Fall ein Besuch wert sind.

 

Die beste Zeit zum Tauchen in Australien

Da Australien auf der Südhalbkugel liegt, beginnt der Sommer im November und endet im April. In diesem Zeitraum regnet es im Norden relativ stark, dafür bleibt es im Süden die meiste Zeit trocken. Der Winter in Australien dauert von Mai bis Oktober an. Zu dem Zeitpunkt ist es im Norden trocken, dafür regnet es aber im Süden und Südwesten vergleichsweise viel.

Für Taucher wird der Zeitraum von Ende August bis Anfang Dezember empfohlen, da zu dem Zeitpunkt ideale Sichtbedingungen herrschen. Die Wassertemperaturen in Australien schwanken je nach Jahreszeit. Von Januar bis März ist das Wasser meist 27-28° warm, von April bis Juni im Durchschnitt 24-25°. Von Juli bis September weist das Wasser meist eine Temperatur von 22-23° auf. Von Oktober bis Dezember liegen die Wassertemperaturen bei knapp 25-27°.

 

Die beliebtesten Tauchreviere in Australien

Der Bundesstaat Victoria ist bekannt für seine fast 200 km lange Küste. Ein Drittel aller australischen Nationalparks befindet sich hier. Wracktaucher haben in der Shipwreck Coast (Küste der Schiffswracks) die Möglichkeit, ganze Schiffswrack-Kolonien zu bestaunen. Von Port Fairy bis zum Cape Otway, einer Strecke von knapp 130 Kilometern, können Sie etwa 80 interessante Schiffswracks ansehen. Im Süden Victorias in Port Phillip Bay sind allein 60 Schiffswracks und 4 U-Boote aus dem 1. Weltkrieg zu erkunden.

In Tasmanien stoßen Sie auf eine große Vielfalt an auffälligen Meerestieren, wie zum Beispiel Seelöwen und Seedrachen. Zu den beliebtesten Tauchspots gehört der Waterfall Bay. Das verzweigte Höhlensystem des Waterfall Bays löst garantiert bei jedem Taucher die Abenteuerlust aus. Aus dem Inneren der Höhle sind die Ausgänge klar und deutlich zu erkennen und daher auch gut für Tauchanfänger geeignet.

Die Küstenstadt Byron Bay ist unter Tauchern besonders beliebt. Tauchgänge im Julian Rocks Marine Reserve garantieren Ihnen einer Vielzahl von Meerestieren, wie zum Beispiel Schildkröten, tropischen Fischen und Delfinen zu begegnen. Anzumerken ist, dass sich dort in der Gegend viele Haie aufhalten.

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Erde. Es besteht aus über 2.900 einzelnen Korallenriffen. Das Great Barrier Reef zeichnet sich besonders durch seine Artenvielfalt aus. Die verschiedenen Korallenarten bieten für die unterschiedlichsten Meerestiere Lebensraum.

Ein Aufenthalt am Great Barrier Reef ist für Taucher sowie Schnorchler bestens geeignet. Selbst Schnorchler haben die Möglichkeit, Walen am Great Barrier Reef zu begegnen. Viele Taucher bezeichnen dieses Tauchrevier als das Highlight ihres Tauchurlaubs in Australien.

Doch die Existenz des Great Barrier Reefs ist erheblich bedroht. Die globale Erwärmung führt zur Korallenbleiche (Ausbleichen der Steinkorallenstöcke, das daraufhin zum Absterben der Korallen führen kann). Durch die Verschmutzung der Meere reduziert sich ebenfalls die Wachstumsrate vieler Korallen. Der Great Barrier Reef ist mit einer Gesamtfläche von 345,000 km² in etwa so groß wie Deutschland.

 

 

Viele sehenswerte Tauchspots befinden sich im Süden von AustralienUnter anderem die Känguru Insel. Hier haben Sie die Möglichkeit, die Unterwasserwelt Australiens von einer ihrer schönsten Seiten kennenzulernen. Sehr beliebt ist das Tauchen in Cape Borda. Dort können Sie mehr als 30 Wracks erkunden.

In Port Lincoln können Sie zum Beispiel im Käfig mit Haien tauchen. Sehr zu empfehlen ist die Tour mit Adventure Bay Charters. Anders als andere Anbieter locken Sie die Haie mit Musik und nicht wie gewöhnlich mit Blut oder Fressködern an. Die Weißen Haie reagieren auf die Bässe im Wasser keineswegs aggressiv. Im Gegenteil, es macht sie neugierig. Das natürliche Fressverhalten wird bei dieser Methode keinesfalls verändert und sie warten nicht hungrig und gestresst darauf, gefüttert zu werden.

In Mount Gambier haben Sie die Möglichkeit, in Sinklöchern eines Kratersees bis zu 60 Metern tief zu tauchen. Aufgrund der Tiefe und der Kondition, die Sie benötigen, um den Berg in seinem Inneren zu erkunden, ist das Tauchen dort eher für fortgeschrittene Taucher geeignet.

 

Welche Aspekte bei der Planung eines Tauchurlaubs in jedem Fall berücksichtigt werden sollten, erfahren Sie im Artikel Reisetipps für Taucher