Was Sie vor dem ersten Tauchgang wissen sollten

Viele Urlaubsorte verzaubern Taucher mit großartigen Erlebnissen unter Wasser und für viele gehört das Tauchen schon zum perfekten Urlaub dazu, denn schließlich bietet das Tauchen einen spektakulären Einblick in die Unterwasserwelt.  

Trotz Abenteuerlust löst bei einigen Menschen, die noch nie zuvor getaucht sind, das Tauchen im offenen Meer Nervosität aus. Dies ist aber eine völlig normale und berechtigte Reaktion. Schließlich befinden Sie sich viele Meter unter Wasser.

Um Tauchanfänger und Tauchinteressierte mehr über das Tauchen aufzuklären und die Unternehmungslust in einem zu erwecken, werden nun im Folgenden einige hilfreiche Tipps rund um das Tauchen beschrieben.

 

Schnupperstunden für Tauchanfänger

Viele Tauchvereine bieten Schnupperkurse an. Diese sind besonders vorteilhaft, da Sie dort die Möglichkeit haben, zu schauen ob das Tauchen wirklich etwas für Sie ist. Sie werden mit den Basics vertraut gemacht, wie zum Beispiel der richtigen Atmung unter Wasser.

Hierfür wird zunächst einmal keine eigene Tauchausrüstung benötigt. Diese wird, wie auch bei allgemeinen Tauchkursen, in den meisten Fällen vor Ort bereitgestellt. Es wird empfohlen, diese Stunden vorerst in einem Pool zu machen, da das offene Wasser oft sehr beängstigend für Anfänger ist.

 

Tauchkurse zum Teil in der Heimat absolvieren

Viele Vereine bieten Tauchkurse an. So ist es möglich, die Theorie im Verein zu erlernen und die Praxis am Urlaubsort zu absolvieren. So haben Sie mehr Zeit im Urlaub und können sich voll und ganz im Wasser austoben. Im Normalfall sollten die Theoriebescheinigungen auch im Ausland anerkannt werden. Außerdem sind solche Stunden abseits der Urlaubsregionen meist um einiges günstiger.

 

Den richtigen Tauchkurs und Standort finden

Sollten Sie einen Tauchkurs an einem Urlaubsort anstreben, so wie viele Urlauber es auch machen, wird empfohlen, sich zunächst einmal einen ersten Eindruck der Tauchschule zu verschaffen. Die Lage sowie die Bewertungen im Internet sollten hierbei berücksichtigt werden.

Tauchanfänger-Gruppen sollten nicht allzu groß sein. Eine Tauchergruppe mit maximal 8 Personen ist ideal. Dies liegt daran, dass man sich in einer kleineren Gruppe geborgener fühlt und somit mehr Sicherheit verspürt. Viele fühlen sich auch wohler und haben weniger Angst vorm Tauchen, wenn beispielsweise ein guter Freund oder der Partner/die Partnerin ebenfalls vor Ort ist.

 

Die richtige Tauchausrüstung

Selbstverständlich spielt die richtige Tauchausrüstung eine enorm wichtige Rolle. Als Anfänger benötigen Sie nicht direkt eine komplette Ausrüstung. Viele Tauchvereine stellen diese zur Ausleihe zur Verfügung.

Tauchmasken mit Sehstärke sind allerdings selten vorrätig. Wenn Sie sich schon sicher sind, dass Tauchen ihr neues Hobby wird, sollten Sie als Brillenträger daher frühzeitig in eine optisch verglaste Tauchmaske investieren. So sehen Sie die Schönheit der Unterwasserwelt von Anfang an gestochen scharf. Es ist sehr wichtig, sich mit seiner Ausrüstung vertraut zu machen. Bei Fragen sollten Sie sich keinesfalls davor scheuen, diese zu stellen.

 

Tauglichkeit bestätigen lassen

Bevor Sie sich überhaupt für einen Tauchkurs anmelden, sollten Sie sich gesundheitlich durchchecken lassen. Bei schwerwiegenden Lungenerkrankungen wie Asthma oder auch bei Epilepsie und einem hohen Blutdruck müssen Sie unter Umständen leider auf das Tauchen verzichten.

Herzinfarkt-Betroffene sollten vor dem Tauchgang ein EKG machen lassen, um mögliche Risiken zu mindern. Im Falle einer Schwangerschaft entscheidet Ihr Hausarzt, ob Sie dazu in der Lage sind, zu Tauchen.

 

Viel Wasser trinken 

Tauchen kann ein sehr anstrengender Sport sein. Oftmals merkt man es nicht, doch auch unter Wasser schwitzen wir, was bei zu wenig Flüssigkeitsaufnahme zu Dehydration führen kann. Somit ermüden Taucher um einiges schneller und verlieren an Kraft. Daher ist es besonders wichtig, vor und auch zwischen den Tauchgängen immer genügend Wasser zu trinken.

 

Auf Alkohol verzichten

Vor dem Tauchgang sollte kein Alkohol konsumiert werden. Dies gilt auch für den Vorabend. Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen ist ein Kater auf hoher See nicht wirklich empfehlenswert und zum anderen wird das Urteilsvermögen stark eingeschränkt und es fällt Ihnen schwer, Ihre Grenzen zu erkennen. Dies wiederum kann schlimme Folgen nach sich ziehen. 

Ein verantwortungsvoller Tauchlehrer wird niemanden auf einen Tauchgang mitnehmen, wenn er merkt, dass derjenige Alkohol zu sich genommen hat. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für andere Drogen.

 

In jedem Fall auf das Bauchgefühl hören

Dieser Ratschlag ist enorm wichtig. Denn nur Sie selbst können für sich einschätzen, ob Sie in der Lage sind, zum Beispiel weiter zu Tauchen oder ob es besser ist, eine Pause einzulegen oder sogar ganz aufzuhören.

Dies hat keinesfalls etwas mit Feigheit oder wenig Mut zu tun, sondern zeugt ganz klar von Verantwortungsbewusstsein. Schließlich wissen nur Sie, wo Ihre ganz persönlichen Grenzen liegen. Die Sicherheit beim Tauchen sollte immer an erster Stelle stehen.

Beim ersten Tauchgang nervös zu sein, ist aber völlig normal, denn schließlich befinden Sie sich im offenen Ozean. Sehen Sie das Tauchen als eine neue Chance an, neue Dinge zu erleben und im besten Fall sogar daraus ein Hobby zu machen.