Tauchen gehört gerade wegen ihrer vielen Sicherheitshinweise zu den sichereren Sportarten. Dennoch sollten Sie schon vor dem Tauchgang an einiges denken und Ihre Expedition gut planen. Denn nur gut vorbereitet und ausreichend informiert, können Sie sich ausschließlich auf Ihr Tauchziel konzentrieren und die volle Pracht der Unterwasserwelt genießen.

Sicherheit vor dem Tauchen:

 

Tauchpartner

Um Ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten, ist es ratsam, immer einen Tauchpartner dabei zu haben. Im Optimalfall sollte es jemand sein, auf den Sie sich blind verlassen können. Denn Sie vertrauen dieser Person im Ernstfall Ihr Leben an. Viele Tauchunfälle können durch einen kurzen Buddy-Check vermieden werden. 

Gesundheitlicher Zustand 

Bei Krankheiten sollten Sie zu Ihrem eigenen Schutz auf den Tauchgang verzichten. Tauchen Sie zum Beispiel nie erkältet, da verstopfte Nebenhöhlen zu einem Barotrauma führen können. Das gleiche gilt bei Verwendung von Nasensprays, die eine abschwellende Wirkung haben. Falls Sie sich nicht sicher sein sollten, suchen Sie einen Arzt auf und vergewissern Sie sich.

Dekompressionskrankheiten vorbeugen

Mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme kann dem Risiko einer Dekompressionskrankheit vorgebeugt werden. Besonders wichtig ist dies bei Hitze, da eine Austrocknung das Risiko erhöht. Aus diesem Grunde sollten Sie vor dem Tauchen viel trinken und ausgeruht sein.

Sekundäre Sauerstoffflasche

Verwenden Sie eine Alternative für den Atemregler, den sogenannten Oktopus. Dieser ist überlebenswichtig, falls die primäre Sauerstoffflasche ausfallen sollte.

Sicherheit während des Tauchgangs:

 

Druckausgleich

Dekompressionskrankheiten wie ein Barotrauma sind Folgen eines falsch oder nicht durchgeführten Druckausgleichs. Anfänger sollten tiefe Tauchgänge vermeiden und sich langsam an tiefere Gewässer herantasten.

Dekompression

Unter Dekompression versteht man beim Tauchen die kontrollierte Verminderung des Drucks zur Verhütung von Dekompressionskrankheiten.

Nullzeit

Die Nullzeit bezeichnet die Grundzeit, die ein Taucher in einer gewissen Wassertiefe verbringen kann, ohne notwendige Dekompressionsstops beim Auftauchen einlegen zu müssen. 

Anstrengungen oder Unterkühlungen, verkürzen die Nullzeit. Tritt einer dieser Fälle ein, müssen öfter Dekompressionsstopps durchgeführt werden, bei körperlichem Unwohlsein sollte der Tauchgang unverzüglich beendet werden. Denken Sie daran, kontrolliert aufzutauchen, um weitere Schäden zu vermeiden.

Flora und Fauna 

Der Schutz von Flora und Fauna sollte ernst genommen werden, Verantwortungsvolle Taucher tragen ihren Teil dazu bei, den Artenreichtum zu schützen und zu erhalten. Dies dient ebenso Ihrer eigenen Sicherheit, da Sie ohne ausreichende Kenntnisse nicht beurteilen können, ob es sich beispielsweise um etwas giftiges handeln könnte.

Sicherheit beim Auftauchen:

 

Fünf Meter unter der Wasseroberfläche sollte auch bei Nullzeittauchgängen ein dreiminütiger Dekompressionsstopp eingelegt werden.

Auftauchen

Das Risiko eines Barotraumas oder einer anderen Dekompressionskrankheit ist beim Auftauchen am höchsten. Tauchen Sie, daher langsam auf und atmen Sie normal weiter. Atmen Sie unregelmäßig oder unkontrolliert, besteht die Gefahr, einen Lungenriss zu erleiden.

Aufmerksam bleiben

Behalten Sie stets Ihre Umgebung im Auge, um Hindernisse oder Gefahren rechtzeitig zu erkennen und entsprechend handlen zu können. Für Brillenträger empfiehlt sich zudem eine Tauchmaske mit optischen Gläsern, welche die Fehlsichtigkeit unter Wasser korrigieren. Im schlimmsten Fall entpuppt sich der niedliche Delfin sonst zum hungrigen Hai.

Sicherheit nach dem Tauchen:

 

Pausen 

Eine Sauerstoffsättigung kann ebenfalls zu einer Dekompressionskrankheit führen, daher sollten Sie besonders als Anfänger häufiger Pausen einlegen. Wenn Sie vorhaben, mehrere Male innerhalb einer Woche tauchen zu gehen, ist es empfehlenswert, dem Körper mindestens einen Ruhetag zu geben. Da Dekompressionskrankheiten langfristige Schäden nach sich ziehen können, sollten Sie jede Möglichkeit einer Vorbeugung in Erwägung ziehen.

Rückflug nach Tauchgängen

Wenn Sie für Ihre Tauchgänge an andere Orte fliegen, sollten Sie aufgrund des niedrigen Kabinendrucks im Flugzeug mindestens einen Tag Ruhepause einlegen, bevor Sie wieder zurückfliegen. Der Körper muss sich erst regenerieren und ein Gleichgewicht zwischen gelöstem Stickstoff und der Umgebung herstellen. Dafür braucht er seine Zeit (nach Urlauben mit vielen Tauchgängen sogar bis zu drei Tage).

Wir hoffen, dass wir Ihren nächsten Tauchgang mit unseren Tipps ein wenig sicherer machen konnten. Weitere Sicherheitstipps finden Sie in unserem Artikel über die Wartung, Pflege und Reparatur von Tauchausrüstungen.