Auch wenn Sie das Thema Sonnenschutz bereits unzählige Male gehört haben, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag noch einmal wichtige Ratschläge für den kommenden Tauchausflug mit auf den Weg geben.

Bekommt man einen Sonnenbrand beim Tauchen?

 

Sonnenstrahlen bestehen aus elektromagnetischen Wellen, die unterschiedlich stark sind. Am energiereichsten sind die kurzwellige Strahlen, das heißt blaue und violette Strahlen, die wir alle unter der Abkürzung UV-A, UV-B und UV-C kennen.

Diese Strahlen sind so energiereich, dass sie auch unter Wasser einen Sonnenbrand hervorrufen können. Einen halben Meter unter der Wasseroberfläche treffen noch bis zu 60% der UV-B-Strahlen und 85% der UV-A-Strahlen ein und das, obwohl ein Großteil der Sonnenstrahlen beim Übergang ins Wasser reflektiert werden. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel Hören und Sehen unter Wasser.

Der angegebene Wert kann allerdings variieren und ist nicht für alle Gewässer gleichermaßen gültig. Wie weit die Strahlen letztendlich ins Wasser reichen, ist davon abhängig, wie hoch der Anteil an organischen Stoffen und Schwebeteilchen im Gewässer ist, in dem Sie tauchen – kurz gesagt, wie klar das Wasser ist.

Weil das Tauchen logischerweise dort am meistens Spaß bereitet, wo klares Wasser ist und die Sicht besonders gut, dringen auch eben dort die Strahlen besonders weit ins Wasser vor. Schutz vor UV-A und UV-B-Strahlen hat man daher erst nach einigen Metern Tiefe.

Besonders von den schädlichen Strahlen betroffen sind daher Taucher, die die Unterwasserwelt nur in wenigen Metern Tiefe erkunden. Sie sind permanent der schädlichen Strahlung ausgesetzt und sollten daher nur gut geschützt auf lange Tauchausflüge gehen. Schwimmer greifen aus diesem Grund auf eine Schwimmbrille mit Tönung zurück, wenn Sie im Freien trainieren.

Wie schütze ich mich beim Tauchen vor UV-Strahlen?

 

Den besten Schutz beim Tauchen bietet nach wie vor ein Neoprenanzug. Allerdings bedeckt dieser nicht den gesamten Bereich des Körpers, der von der Sonnenbestrahlung betroffen ist. Vor allem Nacken und Gesicht finden hier keinen Schutz. Bei kurzen Neoprenanzügen sind außerdem Arme und Beine freiliegend.

Damit die Stellen des Körpers, die nicht bedeckt sind, ebenfalls hinreichend geschützt sind, ist es empfehlenswert einen hohen und insbesondere wasserfesten Sonnenschutz aufzutragen. Die Sonnencreme sollte unbedingt 20-30 Minuten bevor Sie ins Wasser gehen aufgetragen werden, damit sie genügend Zeit zum Einwirken hat und dadurch nicht so schnell abgetragen wird.

Generell sollten Sie beim Verwenden eines Lichtschutzfaktors darauf achten, den Bereich um die Augen nicht zu stark einzucremen. Sollten sich nämlich Wassertropfen mit Sonnencreme vermischen und in die Augen kommen, z.B. beim Spülen der Tauchmaske, so entsteht ein unangenehmes Brennen in den Augen. Ein paar Meter unter der Wasseroberfläche kann dies zu unerwünschten Zwischenfällen führen.

Auch sollten Sie sich, nachdem Sie aus dem Wasser gekommen sind und sich abgetrocknet haben, erneut eincremen, nur so halten Sie den Sonnenschutz über längere Zeit aufrecht.

Gleiches gilt selbstverständlich für das Schnorcheln. Weil Neoprenanzüge beim Schnorcheln allerdings selten getragen werden, sollten Sie bei längerer Zeit im Wasser zusätzlich ein T-Shirt überziehen. Achten Sie dabei möglichst auf Kleidung, die sonnenundurchlässig ist und cremen Sie die Körperstellen trotzdem 20-30 Minuten vor dem Schnorcheln ein.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, empfiehlt es sich, Kleidung mit integrierten UV-Schutz anzuziehen.