Je nach Einsatzgebiet werden unterschiedliche Schwimmflossen verwendet. Worauf Sie beim Kauf von Schwimmflossen achten sollten und welche Flossen wofür genau eingesetzt werden, erfahren Sie hier.

 

Die Erfindung der Schwimmflossen

Im Alter von 12 Jahren erfand Benjamin Franklin im Jahr 1718 die ersten Schwimmflossen. Dabei ließ er sich von der Natur inspirieren, wo das Prinzip der Schwimmhäute bei vielen Wasserlebewesen vorkommt. Die breite Fläche dieser Schwimmhäute ermöglicht einen starken Vortrieb trotz geringen Kraftaufwands. Deswegen sind die Tiere um einiges schneller im Wasser und müssen weniger oft mit den Beinen schlagen beziehungsweise weniger Kraft aufwenden.

 

Aus welchem Material bestehen Schwimmflossen?

Für gewöhnlich werden Schwimmflossen aus Gummi oder Kunststoffen wie PVC (Polyvinylchlorid) hergestellt. Auf dem Markt gibt es nach wie vor Schwimmflossen, die komplett aus Neopren-Gummi hergestellt werden. Diese sind in den meisten Fällen qualitativ hochwertiger und langlebiger.

Flossen, welche aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden, wie zum Beispiel das Fersenband aus Neopren und das Flossenblatt aus Kunststoff sind sehr vorteilhaft, da sie ein geringeres Gewicht und zugleich eine große Vorschubwirkung aufweisen.

 

Welche Flossenarten gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen geschlossenen und offenen Schwimmflossen unterschieden, welche je nach Aktivität angepasst beziehungsweise verändert werden.

 

Geschlossene Schwimmflossen

Geschlossene Schwimmflossen stellen die klassische Ausführung von Flossen dar. Diese verfügen, anders als die offenen Fins, über ein aus Silikon gefertigtes Fußteil. Dabei wird der hintere Bereich des Fußes mitsamt der Ferse wie bei einer Socke komplett umschlossen. Geschlossene Schwimmflossen sind besonders für Kinder geeignet, da diese leicht an- und auszuziehen sind. Der Nachteil von geschlossenen Fins ist, dass das Silikon direkt auf der Haut liegt und es im Falle einer nicht optimalen Passform zu Blasen und Reibungen kommen kann. 

 

Geschlossene Schwimmflossen

Offene Schwimmflossen

Offene Schwimmflossen werden oft als Geräteflossen bezeichnet. Hierbei ist die Fersenpartie nur mit einem Silikon-/Gummiband gesichert. Für gewöhnlich werden Geräteflossen in Kombination mit Neopren-Füßlingen oder Neoprenschuhen getragen, da sonst kein Schutz vor Kälte und Verletzungen gewährleistet wird. Der Vorteil solcher Flossen ist, dass das Laufen zum Gewässer deutlich einfacher und sicherer ist, als mit geschlossenen Flossen.

 

Offene Schwimmflossen

 

Apnoeflossen 

Bei Apnoeflossen handelt es sich um spezielle Flossen, welche besonders lang und schmal sind. Diese haben den Vorteil, dass trotz langsamer Bewegungen, die Flossen über einen starken Vortrieb verfügen. Dank solcher Flossen ist das Apnoe-Tauchen um einiges effizienter und Apnoetaucher können ihre Kräfte sorgsam einteilen.

 

Flossen für Rettungsschwimmer

Flossen für Rettungsschwimmer und Wassersportler werden SplitFins genannt. Dabei ist das Flossenblatt in der Mitte geteilt. Dies hat auch seinen Grund, denn der Schwimmer muss beim Tragen solcher Flossen weniger Kraft aufwenden. Beim Tragen von SplitFins haben Schwimmer einen besseren Vortrieb und gleichzeitig weniger Widerstand. Somit ermüden die Beine nicht allzu schnell und Krämpfe können vermieden werden.

 

Flossen für Brustschwimmer

Speziell für Brustschwimmer gibt es sogenannte FlipFins (Schwimmschuhe), welche zur Unterstützung beim Erlernen des richtigen Beinschlags dienen sollen. Optisch gesehen, sind die Flossen breiter als andere Modelle, was den Vorteil hat, dass diese die Vortriebsfläche des Schwimmers während des Beinschlags vergrößern.

 

Monoflossen

Für gewöhnlich werden Monoflossen von Sportlern eingesetzt, welche im Delfinstil schwimmen. Als Inspiration wurde die Schwanzflosse von Delfinen ausgewählt. In dem Fall werden beide Beine gleichzeitig bewegt. Professionelle Delfin-Schwimmer können mithilfe der Monoflosse sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen.

 

Meerjungfrauenflossen

Mittlerweile bieten viele Tauchvereine und Indoor-Tauchcenter das sogenannte Meerjungfrauen-Schwimmen an. Hierfür benötigen Sie eine nachgestellte Meerjungfrauen-Flosse, welche eine Sonderform der Monoflosse darstellt.

 

Schnorchelflossen

Für das Schnorcheln benötigen Sie nicht unbedingt Flossen. Dennoch sind Schnorchelflossen sehr praktisch, da Sie mit ihnen wesentlich schneller sind und sich kraftsparender im Wasser fortbewegen können. Zudem ermöglichen Flossen ein sanftes Vorantreiben, auch bei Strömungen.

 

Die richtige Pflege für Schwimmflossen

Die richtige Pflege und Aufbewahrung von Schwimmflossen ist entscheidend. Grundsätzlich sollten die Flossen nach Verwendung idealerweise mit Süßwasser abgespült werden, um Salzwasser-Rückstände, welche das Material der Flossen angreifen können, zu entfernen. Verzichten Sie im besten Fall auf Reinigungsmittel, da diese Risse im Silikon hervorrufen können. Schwimmflossen sollten nie unter dem direkten Einwirken von Sonnenstrahlung aufbewahrt werden. Denn UV-Strahlen machen das Silikon schnell spröde und brüchig. Dies kann wiederum zu Beschädigungen an Flossenblatt und Fußpartie führen.